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Spotmärkte Gas: Gaspreise erleben einen Abwärtstrend auf der Kurve

Am Donnerstag fiel das NCG Day-Ahead Produkt um 6,3% auf 17,477 €/MWh gegenüber 16,336 €/MWh in der Vorwoche. Das Day-Ahead Produkt im Gaspool Gebiet hat sich ebenfalls von 17,251 €/MWh um 5,88% auf 16,153 €/MWh verbilligt. Dieser Abwärtstrend wurde durch fallende Preise am Kohle- und CO2-Markt beeinflusst. Ein weiterer Faktor waren die überdurchschnittlich warmen Temperaturen, welche zu niedriger Nachfrage führten. Verglichen mit nur 25,4% Speicherstand 2018 sind die europäischen Gasspeicher mit 42% gut gefüllt. Durch die hohen Speichermengen werden diesen Sommer vermutlich keine größeren Gasinjektionen benötigt, wodurch auch die kurzfristigen Preise niedrig und stabil gehalten werden sollten. Zusätzlich befinden sich die Day-Ahead Verträge in den meisten Europäischen Hubs unterhalb des Frontmonatspreises, weshalb Marktteilnehmer nicht dazu ermutigt werden Gas aus dem Speicher zu entnehmen.

Terminmärkte Gas: NCG Frontmonat fällt um über 6 Prozent

Der NCG Frontmonat fiel am Donnerstag auf 16,336 €/MWh im Vergleich zur Vorwoche mit 17,477 €/MWh. Auch der GPL Frontmonat vergünstigte sich um 7,5%. Ebenso fiel das Frontjahres Produkt im Gaspool-Gebiet über die Woche hin kontinuierlich von 22,223 €/MWh bis auf 19,468 €/MWh am Donnerstag. Beeinflusst wurden die Preise durch das wärmere Wetter, sowie den hohe Gasspeicherstand. Dieser Gasspeicherstand resultiert von sehr hohen LGN Lieferungen, welche durch den Abwärtstrend im asiatischen Raum und vermehrter Gasnachfrage in Europa geprägt wurde. Weiterer Faktoren für die sinkenden Gaspreise sind US Präsident Trumps Aussage, dass er nicht „in Eile“ sei ein Handelsabkommen mit China abzuschließen, sowie die von OECD erwartete abrupte Abschwächung der Weltwirtschaft.

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