Bull & Bear

Spotmärkte Strom: Geringere Nachfrage aufgrund milderer Temperaturen

Vom 28. März bis 3. April stieg der deutsche Baseload-Spotpreis von 39,25 €/MWh um 7,39% auf 42,15 €/MWh. In diesem Zeitraum war der Vertrag sehr sprunghaft und verzeichnete ein Tief von 34,45 €/MWh. Am Ende der 13. Kalenderwoche war zuerst ein Abwärtstrend zu erkennen was den fallenden Rohstoffpreisen und insbesondere den fallenden Gaspreisen zuzuschreiben war. Der API-ARA Frontjahresvertrag für Kohle lagvergangenen Dienstag bei 70 $/t im vergleich zur Vorwoche mit 73,55 $/t. Gründe für die niedrige Nachfrage sind die milden Temperaturen, welche bis Anfang dieser Woche über der Norm liegen, sich allerdings mit durchschnittlich 7,1 °C langsam der saisonalen Norm annähern, verstärkt durch die anstehenden Osterferien in Deutschland. Dadurch wurde der deutsche Spotpreis niedrig gehalten und wirkte auch einigen bullishen Faktoren entgegen. Durch weniger Produktion aus erneuerbaren Energiequellen wurde Deutschland nämlich dazu gebracht, verstärkt Strom aus Frankreich zu importieren, wodurch der sonst übliche Stromfluss von Deutschland nach Frankreich umgekehrt wurde.

Terminmärkte Strom: Verschiedene Fundamentaldaten sorgen für abweichende Kurvenpreise

Bei Verträgen mit einer kürzeren Laufzeit verzeichneten die deutschen Terminpreise einen Abwärtstrend. Bei Verträgen mit längerfristigen Verträgen hingegen einen Aufwärtstrend. So fiel der deutsche Frontmonat von 37,50 €/MWh am 28. März um 3,47% auf 36,20 €/MWh am 3. April. Der Baseload-Frontjahresvertrag hingegen stieg im gleichen Zeitraum von 46,80 €/MWh um 0,21% auf 46,90 €/MWh. Während der günstigere Spotpreis auf die Frontmonate zurückzuführen ist, folgten die Frontjahre den CO2-Preisen, welche von 22,26 €/t auf 23,16 €/t angestiegen sind, wobei ein höherer Preisanstieg durch den niedrigeren Kohlepreis etwas abgebremst wurden. Die Preise im Ölmarkt sind aufgrund der von den OPEC-Staaten veranlassten reduzierten Ölproduktion gestiegen. Dieser Trend könnte allerdings durch die Unsicherheiten um das Wirtschaftswachstum wieder umgekehrt werden.

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