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Spot Märkte Strom: Nach kurzem Fall steigen die Spotpreise wieder

Mittwoch wurde das Baseload Day-Ahead-Produkt mit 59,75 €/MWh abgerechnet und war somit niedriger, als in der Vorwoche mit 83,40 €/MWh. Aufgrund von Prognosen über eine höhere Windproduktion von 25 GW gegenüber 4 GW am Vortag und über die Norm steigende Temperaturen fielen die Spot-Preise zwischen Mittwoch und Freitag um 42%. Die meisten Verluste hat das Produkt allerdings am Freitag wieder ausgeglichen, da die Wind- sowie Temperaturprognosen revidiert wurden. Die Windleistung soll nun in den nächsten Tagen nur noch bei 10 GW, also deutlich unter der Norm von 17 GW liegen und die Temperatur ist bereits am Sonntag wieder unter die saisonale Norm gefallen.

Termin Märkte Strom: Mit den Kohlenstoffpreisen fällt die Kurve.

Das Baseload-Front-Jahresprodukt sank vergangenen Mittwoch auf 49,45 €/MWh gegenüber der Vorwoche mit 51,35 €/MWh. Die Kurve folgt den Bewegungen der Kohle- und Kohlenstoffdioxidpreise, welche letzte Woche sanken. Kohle- und Braunkohlekraftwerke machten vergangenes Jahr rund 35% des deutschen Strombedarfs aus. Da viele Länder in Europa bereits gut versorgt sind fielen die Kohlepreise aufgrund mangelnder Nachfrage. Mittwoch wurde das Dezember 19 Produkt mit 23,06 €/t geringer abgerechnet, als mit 24,72 €/t in der Vorwoche. Durch Berichte über ein steigendes Angebot wurden die Preise vergangene Woche unter Druck gesetzt. Bis Februar wird das Aktionsvolumen von CO2-Zertifikaten von 15,1 Millionen vergangener Woche voraussichtlich um 33%, also auf 51,6 Millionen steigen.

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