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Spot Märkte Gas: Preisanstieg aufgrund höherer Exporte und Ausfall in Norwegen

Am Mittwoch wurde das NCG-Day-Ahead-Produkt mit 18,735 €/MWh höher abgerechnet, gegenüber 18,546 €/MWh in der Vorwoche. Die Preise der vergangenen Woche hatten einen sinkenden Trend und lagen am Mittwochmorgen bei nur 17,90 €/MWh, bevor sie dennoch mit einem Anstieg endeten. Zunächst sanken die Preise aufgrund der milderen Temperaturen und starkem Angebot in ganz Europa. So zeigten Prognosen, dass die Temperatur im Vergleich zur Februar-Norm von knapp 1 °C in manchen Teilen Deutschlands mit bis zu 13 °C deutlich wärmer ausfallen sollte. Nach dem sinken der asiatischen LNG-Spotpreise zum achten Mal in Folge auf 19,62 €/MWh verzeichnete Nordwesteuropa einen starken Zufluss an Lieferungen, welche sich indirekt auf die Preise auswirken. In den nächsten drei Wochen werden laut Daten von Thomson Reuters weitere 19 Schiffe erwartet. Angehoben wurden die Preise schlussendlich am Mittwoch durch höhere Exporte nach Österreich sowie einen ungeplanten norwegischen Ausfall, durch welchen die Produktion voraussichtlich bis zum Wochenende reduziert werden soll.

Termin Märkte Gas: Höhere Brent-Rohöl Preise heben die Kurve an

Das NCG Front-Jahres-Produkt lag am Mittwoch mit 20,771 €/MWh höher als in der Vorwoche mit 20,342 €/MWh. Die Kurve wurde durch um 5% gestiegene Brent-Rohöl Preise gegenüber der Vorwoche unterstützt. Ebenfalls seit Anfang des Jahres sind die Brent-Preise um ganze 28% gestiegen. Die Gründe hierfür sind ein niedrigeres globales Angebot sowie der Optimismus bezüglich der Handelsgespräche zwischen den USA und China. Vorletzte Woche erwähnte der Präsident Donald Trump, dass die Verhandlungen bisher „sehr gut“ verlaufen seien und er bereit wäre, die Frist vom 01. März auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Sollte allerdings keine Einigung gefunden werden möchte er die Zölle chinesischer Waren von 10% um über das doppelte auf 25% erhöhen. Diese Verhandlungen sind sehr wichtig für die Zukunft des globalen Wirtschaftswachstums. Ebenfalls durch eine Verringerung des globalen Angebots wurden die Rohölpreise aufgrund von Sanktionen der USA gegen den Iran und Venezuela angehoben. Von der OPEC durchgeführte Angebotskürzungen haben auch dazu beigetragen. Einige nicht angeschlossene Produzenten wie Russland haben sich gemeinsam mit der OPEC vergangenes Jahr darauf geeinigt, die Produktion um 1,2 Millionen Barrel pro Tag zu reduzieren.

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