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Spotmärkte Strom: Kurve sinkt aufgrund höherer Windprognosen

Vergangenen Mittwoch lag der deutsche Day-Ahead Baseload bei 50,50 €/MWh gegenüber 47,05 €/MWh in der Vorwoche. In Woche 8 wurden die Preise von den Prognosen über mildere Temperaturen unter Druck gesetzt, allerdings auch durch schwächere Windprognosen in die Höhe getrieben. Die Temperaturprognosen besagen, dass das Niveau bis Ende des Monats durchschnittlich 3 °C über der saisonalen Norm liegen soll. Die Windleistung hingegen soll in den folgenden Tagen mit 7,3 GW weniger als die Hälfte des Februar-Durchschnitts, welcher bei 16,7 GW liegt, betragen. Aktuellere Prognosen besagen einen Anstieg der Windkraft von durchschnittlich 16 GW in den folgenden Tagen. Die Werte sollen sich die nächsten Tage der saisonalen Norm annähern und diese voraussichtlich bis zum 14. März sogar überschreiten. In den letzten Tagen ist auch die Nuklearverfügbarkeit auf durchschnittlich 85% im März angestiegen und soll auch in dieser Woche nur einen leichten Rückgang verzeichnen.

Terminmärkte Strom: Die Kurve bleibt stabil

Vergangenen Mittwoch lag das Baseload Front-Jahres-Produkt mit 47,25 €/MWh nur gering höher als in der Vorwoche mit 47,05 €/MWh. Aufgrund einiger bullisher und bearisher Faktoren hat die Kurve keine klare Richtung gefunden. Das Dezember 19 Produkt für Kohlenstoffdioxid verzeichnete Ende der KW 8 starke Verluste und lag vorletzten Freitag 7% niedriger im Vergleich zum vorherigen Mittwoch. Die EUA-Preise wurden aufgrund der Brexit-Unsicherheiten und der schwächeren Gaspreise unter Druck gesetzt. Ein No-Deal-Brexit könnte dazu führen, dass britische Versorgungsunternehmen den Markt mit EUA-Zertifikaten überschwemmen, was die Kurve zusätzlich unter Druck setzt. Allerdings sanken die Chancen eines No-Deal-Brexits, da die britische Premierministerin Theresa May bei Ablehnung ihres Deals diesen Monat eine Abstimmung zur Verzögerung des Austritts aus der EU sowie eine Abstimmung über einen No-Deal-Brexit ermöglicht. Kohle und Kohlenstoff erholten sich die vergangene Woche wieder von ihren früheren Verlusten.

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