Welche Energie ist im Kondensator gespeichert?

In einem Kondensator wird elektrische Ladung und somit elektrischer Energie gespeichert. Der aus zwei sich gegenüberliegenden Metallplatten bestehende Plattenkondensator, welcher im Zwischenraum durch ein Dielektrikum, z. B. mit Luft getrennt wird, ist die einfachste Form eines Kondensators. Es sammeln sich jeweils getrennt voneinander positive und negative Ladungen auf den Oberflächen der Metallplatten, wodurch sich dazwischen ein elektrisches Feld aufbaut, in dem Feldenergie gespeichert ist. Die Kapazität eines einfachen Plattenkondensators hängt von der Größe der Platten ab, welchen Abstand sie voneinander haben und welcher Stoff sich zwischen ihnen befindet.

Der Aufbau eines Kondensators kann stark variieren, so gibt es zum Beispiel Blockkondensatoren, Keramikkondensatoren, Drehkondensatoren, usw. und sein Verhalten ist im Gleichstromkreis anders als im Wechselstromkreis.

Beim Blockkondensator (auch Wickelkondensator genannt) werden die Metallplatten durch dünne und biegsame Metallfolien ersetzt, um eine möglichst kleine Abmessung zu erzielen. Zum Isolieren wird hier eine Schicht aus Papier oder Kunststoff zwischen die Metallfolien gelegt und die drei Folien anschließend zusammengerollt.

Bei dem Keramikkondensator (oder Kerko) werden auf eine keramische Isolierschicht zwei leichte Schichten aufgedampft.

Häufig werden für technische Anwendungen Kondensatoren mit regulierbarer Kapazität benötigt. Das wohl bekannteste Beispiel ist der elektrische Schwingkreis, welcher für den Empfang der richtigen Frequenz in einem Radio verwendet wird. Hier eignet sich der Drehkondensator am besten. Dieser besteht aus einem festen und einem drehbar gelagerten Plattensatz, welcher mithilfe einer Regulierungsschraube den beweglichen Plattensatz zwischen die unbeweglichen Platten schieben kann.

Energie_Kondensator_EDS_B2B_klaert_auf