Senkung staatlicher Energieabgaben

Über 65% der Energiekosten sind staatliche Abgaben und Steuern

Nehmen Sie diesen Kostenblock für eventuelle Einsparpotenziale genau unter die Lupe!

Jeder Standard hat Ausnahmen und genauso ist es im Bereich der staatlichen Abgaben, Umlagen und Steuern.

Je nach Art, Größe, Energieverbrauchsverhalten und Einsatz der Effizienzmaßnahmen stehen Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, um Ihre Energiekosten zu senken.

a) Gesonderte Konzessionsabgabe

Konzessionsabgaben für Strom und Gas sind ein Bestandteil des vom Energieversorger mit dem Endkunden abgerechneten Energiepreises. Die zulässigen Höchstbeträge sind in der „Verordnung über Konzessionsabgaben für Strom und Gas (Konzessionsabgabenverordnung – KAV)“ geregelt. Sie hängen im Wesentlichen von der Größe der Gemeinde (Einwohnerzahl), von der Spannungsebene des Netzanschlusses und von der Verbrauchsstruktur (Leistung und Jahresverbrauch) ab.

Die zulässige Höhe der Konzessionsabgaben für Strom beträgt:

Für Tarifkunden in Gemeinden:

bis 25.000 Einwohner 1,32 Cent/kWh (z.B. Besigheim, Lauffen a.N., Ingersheim)

bis 100.000 Einwohner 1,59 Cent/kWh (z.B. Bietigheim, Kornwestheim, Neckarsulm)

bis 500.000 Einwohner 1,99 Cent/kWh (z.B. Heilbronn, Ludwigshafen, Mannheim)

über 500.000 Einwohner 2,39 Cent/kWh (z.B. Stuttgart, München, Hamburg, Düsseldorf, Berlin)

für Strom im Schwachlasttarif 0,61 Cent/kWh

für Sondervertragskunden 0,11 Cent/kWh

Konzessionsabgabenrechtlich als Sondervertragskunden gelten bei Stromlieferungen daher nur Letztverbraucher mit einem Verbrauch von mehr als 30.000 kWh/a und einer zweimaligen Monatshöchstleistung von mehr als 30 kW pro Kalenderjahr (§ 2 Abs. 7 KAV vom 1. November 2006).

Das heißt, wenn Sie ein klassisches Tarifkunde sind und mehr als 30.000 kWh Strom im Jahr verbrauchen, haben Sie die Möglichkeit die gesonderte Konzessionsabgabe von 0,11 Cent/kWh zu bezahlen. Wie das gehen soll? Kontaktieren Sie unsere Energie Experten und erfahren Sie, wie Sie dabei noch bis zu rund 2.000 € p.a. einsparen können.

b) Stromsteuererstattung

Als produzierendes Gewerbe anteilig die Stromsteuererstattung zu bekommen.

Die Stromsteuer wurde im Rahmen des „Gesetzes zum Einstieg in die ökologische Steuerreform“ im Jahr 1999 eingeführt („Ökosteuer“). Die Stromsteuer ist eine indirekte Verbrauchssteuer, die a) beim Stromversorger anfällt, wenn Strom von einem Letztverbraucher aus dem Versorgungsnetz entnommen wird, und b) bei Eigenerzeugern, die Strom zum Selbstverbrauch entnehmen. Stromversorger geben die Stromsteuer an die Letztverbraucher weiter. Diese beträgt seit 2003 2,05 Cent/kWh; für verschiedene Zwecke (z.B. Bahnstrom, produzierendes Gewerbe) gibt es reduzierte Steuersätze. Unternehmen des produzierenden Gewerbes können zudem unter bestimmten Voraussetzungen einen großen Teil der zu zahlenden Stromsteuer erlassen bzw. der gezahlten Stromsteuer erstattet bekommen.

Sie haben produzierendes Gewerbe und nutzen noch keine Steuervorteile? Dann kontaktieren Sie das EDS B2B Experten Team und die führen die Formalitäten der Stromsteuererstattung für Sie durch.

Diese und viele weitere Dienstleistungen bietet EDS B2B – Ihr Energiepartner bundesweit an. 

Es ist egal, ob die Energieversorgung in Heilbronn, Berlin, Hamburg, Köln oder Nürnberg ist.

c) Reduzierte Netzentgelte nach § 19 StromNEV

Atypische Netznutzung

Die Netznutzungsentgelte werden grundsätzlich auf Basis von veröffentlichten und von den Regulierungsbehörden geprüften Preisregelungen, die einheitlich für alle Kunden in einem Netzgebiet und für die jeweiligen Netzzugangsebenen gelten, abgerechnet.

 In § 19 der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) hat die Gesetzgebung jedoch Ausnahmeregelungen für Sonderformen der Netznutzung geschaffen.

EDS B2B experten prüfen Ihre Lastgänge und, ob die Ansprüche auf eine Reduzierung der Netzentgelte geltend gemacht werden können. Darüber hinaus führen die Energieexperten von EDS B2B die notwendigen Formalitäten aus und übernehmen die Kommunikation mit Netzbetreibern und Regulierungsbehörden.

Die Atypische Netznutzung ist eine verbraucherseitige Entlastung des Bedarfs an elektrischer Energie zu bestimmten Spitzenlastzeiten von großen Stromverbrauchern, die so ein vermindertes Netzentgelt geltend machen können.

Sie liegt gemäß § 19 StromNEV vor, wenn der Höchstlastbeitrag eines Letztverbrauchers von der zeitgleichen Jahreshöchstlast aller Entnahmen aus dieser Netz- oder Umspannungsebene erheblich abweicht.

Hierzu veröffentlichen die Netzbetreiber für jedes Kalenderjahr die Spitzlastzeitfenster, also die Zeiten, in denen im Jahresverlauf in den jeweiligen Netzebenen die höchsten Lasten auftreten.

Voraussetzungen für eine atypische Netznutzung gem. § 19 Abs. 2 Satz 1 StromNEV sind:

1. Die Lastreduzierung zwischen den Höchstlasten des Letztverbrauchers überschreitet innerhalb und außerhalb der Hochlastzeitfenster einen prozentualen Schwellenwert.

2. Die Leistungsdifferenz beträgt darüber hinaus mindestens 100 kW.

Die relevanten Schwellenwerte für die jeweiligen Netzebenen stellen sich wie folgt dar:

  • Netz-/Umspannebene Erheblichkeitsschwelle
  • Höchstspannung 5 %
  • Umspannung Höchstspannung/Hochspannung 10 %
  • Hochspannung 10 %
  • Umspannung Hochspannung/Mittelspannung 20 %
  • Mittelspannung 20 %
  • Umspannung Mittelspannung/Niederspannung 30 %
  • Niederspannung 30 %

Auf Grundlage von vorhandenen Lastgangdaten oder Lastgangprognosen ist davon auszugehen, dass die Kriterien für eine atypische Netznutzung erfüllt sind, ist mit dem Netzbetreiber eine Vereinbarung über ein individuelles Netzentgelt gemäß § 19 Abs. 2 Satz 1 StromNEV zu schließen. 

Bei den All-Inclusive-Verträgen wird zusätzlich eine schriftliche Zustimmungserklärung des Stromlieferanten benötigt. Die Vereinbarung kann grundsätzlich auf unbestimmte Zeit abgeschlossen werden, jedoch empfiehlt die Bundesnetzagentur eine Befristung auf fünf Jahre.

Die Vereinbarung über ein individuelles Netzentgelt (bei erstmaliger Anwendung) ist bei der zuständigen Regulierungsbehörde bis zum 30.09. des Jahres anzuzeigen. 

Gut zu wissen: Eine Bestätigung zur Vollständigkeit und Richtigkeit der Anzeige oder eine Genehmigung erfolgt nicht. Auf Wunsch wird nur der Eingang der Anzeige bestätigt. 

Sind die Kriterien für eine atypische Netznutzung vorhanden, wird zur Abrechnung des Leistungspreises für die Netznutzung nicht die absolute Höchstleistung des Kalenderjahres, sondern nur noch die innerhalb der Hochlastzeitfenster auftretende Leistung zugrunde gelegt. 

Das individuelle Netzentgelt muss allerdings mindestens 20 Prozent des allgemein gültigen Netzentgelts betragen. 

Die Erstattung erfolgt meistens im Zuge der Jahreskorrekturrechnung. Ergänzend muss die Einhaltung der Kriterien jeweils bis zum 30.06. des Folgejahres gegenüber der Regulierungsbehörde nachgewiesen werden. Mehr dazu auf der Internetseite der Bundesnetzagentur.

Wichtig für die Zukunft: Bei einem Wechsel des Stromlieferanten mit einem All-Inclusive-Vertrag die Zustimmungserklärung des neuen Lieferanten bei der Regulierungsbehörde zur bestehenden Vereinbarung einzureichen ist.

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